Über uns

Ein kurzer Blick zurück

Unser Ehrenamt blickt zurück auf eine lange Tradition. Sie reicht bis ins erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts: Die Geschichte des heutigen Löschzugs 16 – Resse der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen beginnt im Jahr 1906 als „Löschzug 3 Buer-Resse“. Dieser war, zusammen mit der bereits 1912 gegründeten Jugendgruppe, Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr der damals noch unabhängigen Stadt Buer. Am 1. April 1928 werden die Stadt Buer und die Gemeinde Horst mit der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen zusammengelegt. Es entsteht die neue kreisfreie Stadt Gelsenkirchen-Buer. Die Freiwillige Feuerwehr im Stadtnorden, der auch der „Löschzug 3 Buer-Resse“ angehört, firmiert künftig unter der Bezeichnung Freiwillige Feuerwehr Buer-Horst.

Das sog. Reichsfeuerwehrgesetz (eig. Gesetz über das Feuerlöschwesen) vom 23. November 1938 war ein tiefer Einschnitt in die Organisation. Es regelte die Überführung der kommunalen Feuerwehren in die sog. Feuerschutzpolizei, die zentralstaatlich und nicht kommunal geführt wurde. Das verbrecherische, undemokratische und rassistische Regime der Nationalsozialisten kapituliert am 8. Mai 1945 bedingungslos. Damit ist der Zweite Weltkrieg in Europa beendet und es beginnt der Wiederaufbau.

In der Stadt Gelsenkirchen existiert zunächst nur eine Berufsfeuerwehr. Erst 1964 wird in Gelsenkirchen die Freiwilligen Feuerwehr wieder gegründet. Im April des Jahres nimmt der „Löschzug 16 – Resse“, wie er fortan heißen wird, seinen Dienst in der Nachfolge des ehemaligen „Löschzuges 3 – Buer-Resse“ wieder auf.

Seit 1978 sind „die 16er“ an der Recklinghauser Straße 110 beheimatet. Dort bezogen sie eine ehemalige Tankstelle, die zum Feuerwehrhaus umgebaut wurde und dem Löschzug 16 fortan als Unterkunft diente. Wegen zunehmender baulicher Unzulänglichkeiten dieses Provisoriums, das den Anforderungen an ein zeitgemäßes Gerätehaus immer weniger entsprechen konnte, erfolgte daher Anfang 2008 der Abriss. Während der Bauzeit bis Anfang 2009 war der Löschzug 16 in der ehemaligen Feuerwache 3 (heute Wache 22 und Technik-Zentrum) in der Resser Mark untergebracht.

Neubau

Das neue Feuerwehrhaus von der Lange Straße / Recklinghauser Straße aus gesehen.
Das neue Feuerwehrhaus von der Lange Straße / Recklinghauser Straße aus gesehen.

Das neue Gerätehaus, das auf dem Gelände der ehemaligen Unterkunft erbaut wurde, war ein Meilenstein in der Entwicklung des Löschzuges. Es konnte Anfang 2009 bezogen werden und ist bis heute Heimat des Löschzuges 16.

Die Fahrzeughalle des neuen Gerätehauses bietet Platz für drei Großfahrzeuge. Für jedes Fahrzeug ist eine Ladevorrichtung, eine Drucklufteinspeisung und eine Abgasabsaugung eingerichtet. An die Fahrzeughalle ist eine kleine Werkstatt angeschlossen, dort können kleinere Reparaturen selbständig vorgenommen werden. Außerdem ist eine große Lagerbühne vorhanden.

Neben der Fahrzeughalle befinden sich im Erdgeschoss die Umkleiden, Waschräume, WCs und das Büro der Löschzugführung. Das Obergeschoss bietet dem Löschzug unter anderem einen modernen Unterrichtsraum, einen gemütlichen Aufenthaltsraum und eine Küche.

Neues Logo „Helles Licht bei der Nacht“

Im Jahr 2025 gab der Löschzug 16 sich ein neues Logo. Das Logo ist auf rotem Hintergrund kreisrund ausgeführt.

Löschzug-Patches.
Löschzug-Logo, hier in Patchform.

In der Umschrift sind die Worte „Löschzug Resse“ und „Helles Licht bei der Nacht“ aufgebracht. Neben der Nennung des Namens des Löschzuges – bestehend aus der Einsatzabteilung und der Jugendgruppe – erfolgt hier eine Bezugnahme auf die Tradition des Bergbaus in Gelsenkirchen. Die Zeile „Helles Licht bei der Nacht“ stammt aus dem Steigerlied, das für das Ruhrgebiet und seine Menschen zentraler Bestandteil der eigenen Geschichte und Identität ist. Hierin spiegelt sich noch eine zweite Ebene: Für die Menschen, die die Hilfe der Feuerwehr benötigen, wollen wir das helle Licht, die Hilfe in einer schwierigen Situation sein. Die Textzeile des Steigerliedes ist für uns Ansporn und es ist ein Versprechen an alle Menschen in Gelsenkirchen gleichermaßen.

In der Mitte finden sich neben der Ziffer „16“ (unten), der Ordnungsnummer des Löschzuges, ein stilisiertes Fachwerkhaus (oben) sowie Hammer und Schlägel. Das stilisierte Fachwerkhaus, das auf dem Gründungswimpel unserer Jugendgruppe aus dem Jahr 1980 (Neugründung; erstmals 1912 erwähnt) abgebildet ist, erinnert an die ländliche Tradition und Struktur des Stadtteils Resse. Hammer und Schlägel, klassisch gekreuzt, repräsentieren die Bergbautradition, die sich im Stadtteil Resse etwa in Form des ehemals hier befindlichen Bergwerks Ewald, Schachtanlage 3 und 4, niedergeschlagen hat. Im Hintergrund sind stilisierte Flammen zu sehen.

Ehrenamt heute

Die Sicherstellung des Brandschutzes, sowie die Abwehr von Gefahren und Katastrophen sind die zentralen Aufgaben, denen die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen.

Um diesen gesetzlichen Auftrag im Ehrenamt erfüllen zu können, braucht es viel Training. Daher treffen sich alle Angehörigen der Einsatzabteilung des Löschzuges 16 einmal wöchentlich – immer dienstags zwischen 19:30 und 22:00 Uhr – zu einem gemeinsamen Übungsabend. Entsprechend dem halbjährlich gemeinsam erarbeiteten Dienstplan stehen an den Übungsabenden Ausbildungsthemen in Theorie und Praxis auf dem Programm. Die Themen und Aktivitäten reichen von Übungen zur Brandbekämpfung und Technischen Hilfeleistung, über die Unterweisung in Erste Hilfe und ABC-Gefahren bis hin zu gemeinsamem Grillen und einem gemütlichen Beisammensein zum Ausklang des Übungsdienstes.

Mitmachen!

Viele Gründe sprechen für das Ehrenamt Feuerwehr: eine sinnvolle Tätigkeit, immer wieder neue und spannende Herausforderungen, Technik auf dem aktuellen Stand, Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten auf städtischer und auf Landesebene – und nicht zuletzt: ein tolles Team.

Bei Interesse an der Mitwirkung im Löschzug 16 freuen wir uns sehr über eine formlose Kontaktaufnahme. Wir melden uns umgehend mit einem Terminvorschlag für ein Erstgespräch, in welchem wir wechselseitig alle bestehenden Fragen klären können. Nach diesem Erstgespräch folgt eine dreimonatige Probezeit. Diese dient dazu, uns gegenseitig besser kennenzulernen. Ist in diesen drei Monaten eine regelmäßige Teilnahme am Übungsdienst erkennbar, folgt in mehreren Schritten die feuerwehrtechnische Ausbildung und die aktive Einbindung in den Einsatzdienst.

Um in diesem Zusammenhang etwaige Enttäuschungen zu vermeiden, möchten wir auf folgende Voraussetzungen hinweisen, die Bewerber*innen erfüllen müssen:

  • Wohnsitz in Gelsenkirchen (möglichst im Stadtteil Resse oder den umliegenden Stadtteilen);
  • Vollendung des 18. Lebensjahres (unter 18-jährige Interessent*innen können ggf. unserer Jugendgruppe beitreten);
  • Bereitschaft für eine arbeitsmedizinische Untersuchung durch die Stadt Gelsenkirchen gemäß dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26.3 („Atemschutzgeräte für die Gerätegruppe 3“);
  • Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses ohne Eintragungen;
  • eine grundlegende körperliche Fitness setzen wir ebenso voraus, wie eine hinreichende persönliche Belastbarkeit;
  • Anerkennen und Einhalten der Regeln des Löschzuges;
  • Gewähr dafür bieten, jederzeit gemäß Art. 1 Abs. 1 Satz 2 GG für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und ihre Werte einzutreten und diese zu verteidigen.

Wir bieten:

  • eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe und Form der Freizeitgestaltung;
  • eine umfassende Ausbildung, die evtl. auch außerhalb der Feuerwehr nützlich und gewinnbringend sein kann;
  • eine umfangreiche und moderne persönliche Schutzausrüstung;
  • eine große Gemeinschaft: wir sind rund 40 Aktive, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen;
  • eine kostenfreie Mitgliedschaft;
  • einen umfassenden Versicherungsschutz für alle Feuerwehrangehörigen im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit durch die Unfallkasse NRW.