Am vergangenen Dienstag stand bei uns die Ausbildung „Personenrettung mit der Drehleiter“ auf dem Dienstplan. Dabei wurde uns die Drehleiter und ihre verschiedenen Einsatzmöglichkeiten näher vorgestellt.
DrehleiterAnleitern für die PersonenrettungBedienelement im Korb
Ein Schwerpunkt der Ausbildung lag auf der Personenrettung. Hierfür wurde der Korb entsprechend umgebaut, sodass eine Trage oder ein Schleifkorb daran befestigt werden kann. Anschließend übten wir den sicheren Umgang mit den Rettungsmitteln und die Rettung einer Person über die Drehleiter.
Am gestrigen Freitag alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Gelsenkirchen gegen 15:30 unter dem Stichwort Waldbrand unter anderem auch den Löschzug 16. Unsere Aufgabe besteht darin, ein Löschfahrzeug und die dazugehörige Mannschaft zu stellen.
Gegen 17:00 trafen wir uns mit anderen Einsatzkräften an der Zentralen Feuer- und Rettungswache in Buer. Hier wurden wir zur „Einsatzbereitschaft 2 – Waldbrand“ der Bezirksregierung Münster zusammengestellt, unterstützt noch durch weitere Kräfte des Kreises Coesfeld.
Als Verband verlegte die „Einsatzbereitschaft 2“ sodann nach Hürtgenwald, wo sich seit mehreren Tagen ein größerer Waldbrand ausgebreitet hatte. Vor Ort standen wir zur Unterstützung der bereits eingesetzten Kräfte bereit. Nach gut zwölf Stunden Einsatzdauer konnten wir gemeinsam und wohlbehalten wieder nach Gelsenkirchen bzw. Coesfeld zurückkehren, da zwischenzeitlich unsere Ablösung eingetroffen war.
Zusammenstellung des Verbandes.Anfahrt in Richtung Düren.Lage bei Hürtgenwald.
Am gestrigen Dienstag hatten wir die Möglichkeit, am Brandhaus verschiedene realitätsnahe Einsatzszenarien zu trainieren. Dabei standen insbesondere die Brandbekämpfung und die Rettung von Personen aus verrauchten Bereichen im Mittelpunkt.
EinsatzübungSicherheitstruppEinsatzübung
Unter möglichst realistischen Bedingungen wurden mehrere Übungslagen durch die Einsatzkräfte abgearbeitet. Neben der Brandbekämpfung lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Entrauchung des Gebäudes. Hierzu führten wir unter anderem eine hydraulische Ventilation durch. Zusätzlich kam ein Hochdrucklüfter zur maschinellen Ventilation zum Einsatz.
FensterimpulsBrandrauchhydraulische Ventilation
Durch die unterschiedlichen Übungsszenarien konnten verschiedene Vorgehensweisen praktisch angewendet und die Zusammenarbeit innerhalb der Einsatzmannschaft weiter gefestigt werden. Gerade das Zusammenspiel von Brandbekämpfung, Menschenrettung und gezielter Ventilation ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung und trägt dazu bei, im Einsatzfall schnell und effektiv handeln zu können.
Alle Übungsszenarien konnten erfolgreich abgearbeitet werden. Insgesamt war es ein lehrreicher und abwechslungsreicher Übungsabend mit vielen wertvollen Erfahrungen für den Einsatzdienst.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die engagierte Teilnahme und die gute Zusammenarbeit!
Nachdem der Löschzug im vergangenen Monat erstmalig für die neue Sonderaufgabe „ABC-Messen“ eingesetzt wurde, sind nun auch die neu erstellten Patches für unsere CBRN-Einheit eingetroffen. Sie signalisieren einerseits die Zugehörigkeit zu unserem Löschzug, betonen andererseits aber auch die Eigenständigkeit der neuen Sonderaufgabe.
Gestalterisch geschieht dies in der Mitte durch einen stilisierten und um Piktogramme ergänzten Gefahrendiamanten. Das lateinische Motto der CBRN-Einheit „Res incognitas perscrutari“ lässt sich im Deutschen in etwa mit „unbekannte Dinge erforschen“ wiedergeben.
Unsere CBRN-Einheit hat diesen Patch eigenständig entwickelt und ein für sie passendes Motto ausgewählt. Angesichts der ebenso spannenden wie herausfordernden neuen Aufgabe, die noch sehr viel Arbeit und Engagement erfordern wird, ist dieser Patch mehr als nur ein Symbol – er ist auch ein wichtiges Element für Team-Building und Zusammenhalt.
Der gestrige Übungsdienst des Löschzuges begann ungeplant etwas früher als sonst. Denn um 17:28 Uhr alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Gelsenkirchen zu einem Brand 2 nach GE-Resse. Bereits nach acht Minuten konnte ein Löschfahrzeug zur Einsatzstelle ausrücken. Die bereits vor Ort befindliche Berufsfeuerwehr hatte die Lage schon erkundet und Maßnahmen eingeleitet. Letztlich brannten Möbel auf einem Balkon im 2. Obergeschoss. Eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile konnte erfolgreich verhindert werden. Das 16-HLF10-1 rückte wieder zum Standort ein und stellte für den Zeitraum, über den die Einheiten der Berufsfeuerwehr noch gebunden waren, den Grundschutz für den Stadtnorden sicher.
Um 19:30 begann dann der reguläre Übungsdienst. Auf dem Ausbildungsplan stand an diesem Abend die Fahrzeug- und Gerätekunde. An verschiedenen Stationen mussten mithilfe der Geräte auf den Fahrzeugen unterschiedliche Aufgaben bewältigt werden. Dabei wurden nicht nur das handwerkliche Geschick, sondern auch der sichere Umgang mit den Fahrzeugen und den Gerätschaften trainiert.
Geschicklichkeitsübung.Schulung im Umgang mit TH-Equipment.
An einer Station bestand die Aufgabe darin, einen Tisch aufzustellen, auf dem sich drei mit Wasser gefüllte Becher befanden. Dabei durfte weder Wasser verschüttet noch Muskelkraft eingesetzt werden. Auch diese Herausforderung meisterten die Kameradinnen und Kameraden mit Bravour.
Koordination.Kommunikation.
Einsatztechnisch blieb es für den Löschzug im weiteren Verlauf des Abends ruhig, sodass alle nach dem Dienst ihren wohlverdienten Feierabend antreten konnten.